Verantwortung für eigenen Drahtesel
Samstag, 12. August 2023
Für eine Handvoll Kinder des Lunch Clubs wird zukünftig der Weg zur Schule sicherer sein. Am Mittwoch trafen sich die Kids mit Luch-Club-Geschäftsführerin Heike Gründken an der Radstation der Caritas am Bahnhof.
Hier wurden die Räder der Kids vom Werkstatteam Thorsten Jasef und Meister Sven Klösener erst einmal überarbeitet. „Doch das ist nicht der Punkt“, betonte Radstationsleiter Klaus Marquardt. Denn in Zukunft sollen die Mädchen und Jungen in die Lage kommen, ihre Räder selbstständig zu warten. Außerdem gab’s am Mittwoch eine kleine Radtour. Mit den frisch gewarteten Rädern ging’s von der Radstation am Bahnhof zum Rot-Weiß-Stadion.
Dort nämlich hat „Social Bike“ seinen Sitz. Das ist eine Werkstatt, die mit Freiwilligen kleinere Fahrradreparaturen durchführt und / oder dabei anleitet. „Wir wollen den Kindern Verantwortung für ihre Räder nahebringen, dazu gehört auch die technische Eignung“, erklärt Heike Gründken die Idee.
Der Lunch Club bietet den Kids vieles, was früher in den Familien gelebt wurde. So auch die Möglichkeit, unter Anleitung das eigene Fahrrad selbstständig zu unterhalten und dafür verantwortlich zu sein. „Für uns ist das ein im Wortsinn nachhaltiger Ansatz, den wir gerne fördern“, freute sich Karl-Heinz Meiwes. Er ist im Vorstand der Glückauf-Stiftung aktiv und diese faktisch „Nachbar“ des Lunch Clubs.
„Wir sehen hier leider eine große Notwendigkeit, immer mal wieder aktiv zu werden – besonders bei so zukunftsträchtigen Vorhaben“, führte Karl-Heinz Meiwes aus. Die Stiftung finanzierte die erste Überarbeitung der Fahrräder. Damit wird der Grundstein für ein Verantwortungsgefühl auf der einen Seite geweckt. Auf der anderen Seite haben die Schülerinnen und Schüler jetzt einen sicheren Schulweg. „Dabei hoffen wir auch noch, Interesse für Technik zu wecken, was sicher für den einen oder anderen zu einer technischen Ausbildung führen kann“, überlegte Klaus Marquardt